Dienstag, 8. März 2016

Arbeit vs. Erkältung

Wie ich schon persönlich berichtete bin ich Momentan nicht so ganz auf der körperlichen Höhe. Erst plagte mich der Magen, dann fühlte ich mich müder als sonst und nun sucht mich auch noch eine Erkältung heim. (Anmerkung: Hab wirklich versucht es am Wochenende wegzusaufen. Hat nicht funktioniert.) Ich fühle mich nicht wirklich krank, verteile aber wahrscheinlich schon durch einige Körperöffnungen Bazillen (laut ausgiebiger Recherche eigentlich Viren).
Normalerweise bin ich nicht jemand der sich all zu sehr durch solche kleinen Leiden einschränken lassen will. Sport geht und ist oftmals auch gut um die Viren durch Schweiß aus dem Körper zu befördern. Arbeiten geht auch und ist gut um sich abzulenken und nicht im Selbstmitleid den Tag bei Wikipedia oder ähnlichem zu verbringen.
Aber was macht man, wenn die Kollegen im Büro Angst haben angesteckt zu werden und wenn man mitbekommt, dass andere Kollegen die mit Schniefnase ins Büro kommen, hinter vorgehaltener Hand (ha ha), als rücksichtslos und egoistisch bezeichnet werden?
 Ich will weder der wehleidige, dauernd kranke Kollege, noch der Assi der das ganze Büro ansteckt sein. Die einzige Lösung ist wohl einfach nicht krank zu werden :-/
Eine Kernkompetenz, die ich mir wohl im Laufe meines Berufslebens noch aneignen muss.

Dienstag, 23. Februar 2016

Der Wochentorkel

Ihr wisst ja, das mein Takt inzwischen fast jede Woche dem gleichen Rhythmus folgt. Am Montag kann mich nur die Androhung von körperlicher Gewalt und dem Verlust der Beschäftigung aus dem Bett bringen. Wenn ich dann am Bahnhof um halb sieben stehe,  denke ich, dass mein Leben merkwürdig leer und sinnlos sei. Es ist der Tiefpunkt meiner Woche, einen Titel, welcher sich besagter Morgen mit dem Sonntagabend, ungefähr sieben Stunden früher, teilt. Im Wochenverlauf steigt dann die Stimmung zusehends. Wobei es hier auch innertägische Schwankungen gibt, zumeist morgens eher niedrige Werte, während abends Zuversicht und Motivation überwiegen.
Der Höhepunkt wird am frühen Freitagabend erreicht. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieser mit einem Drink in der Hand, Lieblingsmusik im Ohr und Vorfreude auf Party im Kopf eingeleitet wird oder nur mit einem guten Essen sowie der Aussicht auf zwei Tage Freizeit.
In den letzten Wochen ist dabei der Freitagabend eigentlich immer durch Destruction geprägt. Auch, wenn ich erst um Zwölf wieder in der Reichshauptstadt zurück bin. Party ist am Freitagabend irgendwie immer möglich. Der Samstag dagegen ist, wie ihr ahnt, ein ambivalenter Tag. Die Stimmung geht zurück, hat aber noch nicht das Niveau des Sonntages erreicht. Meistens versuche ich an diesem Tag neuerdings allerhand Liegengebliebenes zu erledigen, was zwangsläufig zu Schlafmangel führt, wenn man in der Nacht bis zum Letzten gefeiert hat. Denn das tue ich ja bekanntlich gerne und oft. Schlafen kann man ja in der Woche. Abends würde ich hier eigentlich schon wieder gerne etwas ruhiger machen, um am Montag wieder voll fit zu sein. Geht aber meist nicht, weil die meisten Menschen zu Festivitäten an Samstagen einladen. Absagen ist nicht mein Ding, also hin, man muss ja nicht übertreiben. Das tue ich in der Tat inzwischen häufig nicht mehr. Als eine „ruhige Kugel“ würde ich es jedoch trotzdem nicht bezeichnen.
Das Leiden am Sonntag und damit auch am Montag ist also in letzter Konsequenz immer selbstverschuldet. Aber was will man machen. So ist es eben.

Die gute Nachricht ist: Künftig muss man als Prenzlauer Berger nicht mehr weit ziehen, um Feiern gehen zu können: Das Ausbluten des Bezirksnachtlebens scheint gestoppt! Das Knaack und der Klub der Republik wollen zurückkommen. Stellt ein Expeditionscorps zusammen!

Die schlechte Nachricht ist: Heulen und Zähneklappern am Montagmorgen verhindert das jedoch leider auch nicht.

Samstag, 13. Februar 2016

Wissenschaftlicher Anspruch


Ich liebe Wikipedia. Das liegt an den hochqualitativen Artikeln. Dieser hier stammt von https://de.wikipedia.org/wiki/Flagge#Gestaltung_von_Flaggen und zeigt einen ganz alltäglichen Einsatz von Flaggen, nämlich "als Körperschmuck". Sich Bildung anzueignen, hat nie soviel Spaß gemacht.
 

Dienstag, 9. Februar 2016

Die Leiden des jungen W.

Selbstmitleid ist so eine Sache, die man selber weder gut findet noch in Blogs allzuviel thematisiert wird, jedenfalls solange ein solcher Blog lesenswert bleiben soll und nicht belastend. Deshalb habe ich mich auch ziemlich zurückgehalten, von den Verwerfungen meines Liebeslebens hier zu berichten - ihr alle wisst, dass Ende September letzten Jahres jenes ziemlich am Wanken war. Auch hat mich das alles weit mehr getroffen, als ich zunächst gedacht hatte, soviel sei verraten. Aber genug davon, ich will es ja selbst kaum hören, geschweige denn damit langweilen.
Eine gewisse Larmoyanz ist in Ordnung, aber nach ein paar Wochen muss man auch wieder aufstehen, dachte ich, auch wenn ich mich danach überhaupt nicht fühlte. Selbst wenn man mir auf Parties es kaum anmerkte, aber meine "Melancholie"-Musikliste kann ich mittlerweile komplett mitsingen - und sie umfasst viele Stunden Musik. Parties sind sowieso etwas anderes, Freitagabend ist stets der Höhepunkt meiner Woche, da geht es mir ohnehin gut. Nein, ich zwang mich förmlich, dem anderen Geschlecht mich wieder zu nähern, obwohl ich darin weder je gut gewesen war, noch es mir jetzt besonders behagte. Weil nun aber etwas passieren musste, hatte ich das Vorhaben gefasst, allejene Damen aufzusuchen, die ich in der Zeit meiner Beziehung hatte verschmähen müssen. Obwohl ich mir damals sicher war, dass da ihrerseits Interesse gewesen war. Ohne auf Details einzugehen:
  • Fräulein1: Sehr heiß, zwei gute Dates, es stellte sich heraus, dass sie keinen Alkohol trank und auch nicht auf Parties geht...
  • Fräulein2: Semi-heiß, auf einer Party redeten wir stundenlang, wobei ich mich allerdings so betrank, dass ich nicht weiß, wie der Abend endete und wie ich nach Hause gekommen bin. Eine Anfrage via Gesichtsbuch ist bis heute unbeantwortet geblieben...
  • Fräulein3: Nicht heiß, aber seinerzeit unverhohlen angeschärft auf mich. Eine Anfrage, ob wir zusammen ein Schwedisch-Tandem bilden wollen, wurde von ihr mehrfach vertagt. OK, war auch ein ziemlich schlechter Versuch...
Die ersten Schritte hatten also dem Selbstmitleid nur wenig schaden können. Doch die letzten Wochenenden griff ich dann erneut an:
  • Fräulein4: Sehr heiß, gemeinsames Vorglühen, gefühlt großes Interesse an mir, Clubgang. Leider habe ich das Mädel so nachhaltig abgefüllt, dass sie im Club ständig von allen möglichen Typen angequatscht und eingeladen wurde, was sie dann torkelnd dankbar annahm. Mir war nie klar, wie unglaublich offensiv Männer heiße Frauen in Clubs angraben, es wundert mich aber seit Silvester nichts mehr. Ich hatte mein Momentum verpasst und habe mich irgendwann verdrückt....
  • Fräulein5: Wahrscheinlich semi-heiß, in der Schlange an der Garderobe nach Ladyfail Fräulein4 getroffen. Wollte mit mir noch Einen rauchen. Ich habe allerdings keine Lust mehr gehabt und bin einfach abgehauen, als sie Zeug besorgte. OK, ich weiß, ziemlich bescheuerte Aktion...
  • Fräulein6: Recht heiß, ein Date und keine Ahnung, wie ich sie küssen sollte. Nach stundelangem Zechen war irgendwie die Luft raus und ich habe die Biege gemacht...
Inzwischen bin ich nun dummerweise mit fast allen Fräuleins meiner "Reserve" auf diese doch recht unerfreuliche Weise durch. Nachschub vorerst nicht in Sicht, jedenfalls nicht in der ersten Reihe. Etwaige Solofrauen in Zukunft also gerne bei gemeinsamen Geselligkeiten "zufällig" miteinladen. Aufgeben ist keine Alternative. Deshalb habe ich mir jetzt auch mal die Nummer von Fräulein4 besorgt. Ab morgen wird alles anders.

Montag, 1. Februar 2016

Antike Kunst



Ich stieß kürzlich auf diese Radierung "Olle mit Ötti" eines jungen, anonymen Künstlers, welches mir im Jahre 2008 in Marburg geschenkt wurde. Ein wahrhaft gelungenes Werk. Es weckt gleich auf doppelte Weise Gelüste, nicht wahr?





Freitag, 29. Januar 2016

Alles eine Frage der Fallhöhe

Wer einmal auf einer Party gewesen ist, die gefühlt nur von Investment-Bankern, Großkanzlei-Anwälten, Startup-Unternehmern oder anderen Leuten bevölkert wird, von denen man landläufig sagt, sie hätten zwar kein Leben, aber finanzielle Mittel, sich sieben davon kaufen zu können, der kennt wahrscheinlich dieses Gefühl: Das will ich auch. Und übrigens von wegen kein Leben: Man hat sie ja auf einer Party getroffen, haben sie also doch ein Leben? Irgendwas scheinen die Ralph-Lauren-Richkids ja doch richtig gemacht zu haben, mal ganz abgesehen von den Fräuleins, die sie zumeist begleiten.

Ja, der Mensch vergleicht sich gern. Aber allzugern vergleicht er sich mit seinem ummittelbaren Umfeld. Das kann für einen Abend eine solche Jung-schön-und-reich-Party sein, zum Glück gibt es aber auch Parties auf denen Bürokauffrauen und Hotelfachschüler die Hauptklientel stellen, da kommt man sich dann verdammt intellektuell und fortschrittlich vor. Oder er vergleicht sich mit seinen Freunden, ja er tut es, der Mensch. Auch wenn es die wenigsten zugeben, dass sie sich mit ihren Freunden vergleichen. Könnte man dann daran sehen, wenn plötzlich reihum alle Partnerinnen der Freunde schwanger werden....

Leider sind, um auf die eingangs besprochenen Feiersituationen zurückzukommen, Parties nicht mehr eine so überhäufige Sache bei uns allen. Zum einen, weil es einfach nicht so viele gibt, das war auch schon früher eigentlich so. Zum anderen, weil eigentlich nur die "kleinen Ferien", also Freitag und Samstag dafür in Frage kommen (Zu meinem Leidwesen hat dabei der Samstag eindeutig die Nase vorn). Aber vergleichen, dass tut man ja auch permanent sonst im Leben, nicht nur auf Feiern.

Ich vergleiche momentan vor allem meine Fortschritte während der Arbeit mit den ersten Schritten am Anfang. Da ist durchaus eine Lernkurve zu verzeichnen, auch wenn ich noch keinen Kunden davon überzeugen konnte, in das "innovative Wachstumskonzept" meines Privatlebens mit Risikokapital in strategische Vorleistung zu gehen. Obwohl ich ihnen dafür sogar eine Powerpointpräsentation erstellen würde (Wow, ich weiß).
Der Vergleich mit anderen Worten: Ein Sturz, der am Anfang noch wehtut, ist irgendwann kaum mehr der Rede wert (naja, auch wenn er wohl nie schmerzfrei sein wird). Der Mensch gewöhnt sich eben an alles. So freute ich mich diese und die letzte Woche sehr, mal ein paar Tage innerhalb der Woche zuhause zu sein. Man kann sich gar nicht vorstellen, wie schön es sein kann, im Zuhause-Büro um sieben Uhr aufstehen zu dürfen. Es kann sich wie ein Privileg anfühlen.

Irgendwie finde ich es eine interessante Erkenntnis, dass bei allem, was wir widerwillig tun -und Arbeit gehört für die meisten eben mal mehr, mal weniger dazu- eigentlich nur der Vergleich entscheidend ist, wie ungern man etwas macht. Wer lange arbeitslos ist, freut sich, arbeiten zu können, wer keinen Fernseher hat, schaut besonders gebannt Filme, wer viel Fettiges isst, genießt sogar einen großen Salat (geht mir zumindest so) - nur bleibt das alles nur nicht für ewig so. Was kann man also tun, um im Vergleich mit Freizeit, Party und Suff unliebsame Dinge zu meistern?

Einfach immer nach unten orientieren. Fortan gehe ich auf keine Feiern mehr, auf denen man lieber über Yachten und Anlagemöglichkeiten in Zeiten des Niedrigzinses spricht, als über das soziokulturelle Existenzminimum. Auf Studentenfeten dagegen kann ich als Held der Arbeit punkten. Da ich keine Frau bin, muss ich zumindest den Vergleich mit den anderen schwangeren Damen nicht scheuen. Nur für die Arbeit habe ich noch keine Lösung gefunden. Einfach nur sagen, es ginge alles schlimmer, reicht gefühlt noch nicht. Da wird mir auch hoffentlich noch ein Vergleich nach unten einfallen, der besser ist als der Vergleich mit dem Wochenende. Der macht nämlich nur am Freitag Spaß. Heute ist Freitag.

Sonntag, 3. Januar 2016

Alles neu macht das Jahr

Ein frohes neues Jahr der Bloggemeinde!

Nach kleiner Funkstille durch die Jahresendralley und die stressige Advents- und Weihnachtszeit sind wir zurück mit dem größten Müll Deutschlands. Als guter Vorsatz freut es mich besonders, dass die beiden Autoren ZuBu und jAm verstärkte Aktivität versprochen haben. Was mich betrifft, will ich häufige Reisen außerhalb Berlins auch als Anlass nehmen, hin und wieder mal ein paar Meldungen abzusetzten.

Das neue Jahr begann dieses Mal gleich mit einem besonderen Suff-Experiment, womit wir wieder bei unserem Lieblingsthema wären. Ben* und ich glühten drei Tage am Stück, wobei wir den mittleren Abend, Silvester allerdings unabhängig voneinander verbrachten. Meine Leber aber wusste stets, dass es seiner auch an jenem Abend gerade gutgeht. Der Anlass für dieses Experiment war u.a. mein Vorhaben, vor der Arbeit nochmal richtig Gas zu geben. Überwiegend gelang dies. Außerdem lag dem ganzen die Rechnung zu Grunde, dass man bei drei Tagen Party sich einen Kater sparen kann - heute ist in dieser Rechnung der zweite Katertag am Stück. Und es geht schon wieder aufwärts.

Der kleine Feiermarathon war aber auch die Blaupause für ein bevorstehendes Festival (Haben denn alle nun auch Karten fürs Feel?) und meine Absicht fürs neue Jahr, den Fokus meiner Feieraktivitäten vom Samstag auf den Freitag vorzuverlegen (siehe dazu auch yolo in fünf Tagen). Die Hoffnung ist nämlich dann, Montags wieder auf dem Damm zu sein. Mal sehen, ob es gelingt.