Donnerstag, 10. November 2016

Femme Fatale

Liebe Freunde,

es mag komisch klingen, aber ich entwickle mich immer mehr zum Feministen. Nun, mein Lieblingsthema als politischer Aktivist ist wohl noch immer der Kampf für die Liberalisierung von Suchtmitteln und gegen die Diskriminierung von Alkohol am Arbeitsplatz, der Öffentlichkeit und im ÖPNV. Der konsequente Wiederaufbau einer alten Berliner Stadtmitte. Nicht zu vergessen die politische Zukunft Südtirols...
Aber mal im Ernst, wer bliebe ruhig, hörte er die Sprüche eines seit heute designierten amerikanischen Präsidenten oder anderer Männer, die meinten, sie könnten sich wie Axt im Walde benehmen (Merke: Nicht wie der Axel im Walde!). So, wie es dessen politische Konkurrenten auch sagten: Derlei ist eine Beleidigung für alle anständigen Männer. So wie es eine Beleidigung für jeden Flüchtling ist, stellt man sie unter Generalverdacht, was z.B. Extremismus oder Sozialbetrug betrifft. Schwarze Schafe gibt es überall, doch fallen schon einige wenige in einer Gruppe von hellen Schafen ausgesprochen auf.

Ein wenig relativieren muss man natürlich schon. Wenn sich Herren, vielleicht auch unter dem Einfluss berauschender Mittel, vielleicht auch mal in Momenten leichter Wut bzw. Erregung, unter sich wähnen, ist der Tonfall freilich ein anderer als vor der Kamera eines Fernsehstudios (An dieser Stelle kommt dann immer der Spruch: "Ist bei euch Frauen ja auch nicht anders"). Trotzdem werden die wenigsten von euch derlei Umkleidekabinengespräche geführt haben. Die Wortwahl könnte ich mir jedenfalls nur beim Dirty Talk vorstellen, womit ich meines Erachtes für den Großteil der Männer spreche.

Dennoch wird manch einer von uns schon auch beobachtet haben: Gutaussehende, reiche, berühmte Männer oder solche, die viele dieser Eigenschaften von sich vereinen, können sich eine ganze Menge herausnehmen. Ich habe Jungs erlebt, die in Tanzlokalen die Mädchen an die Brüste fassen und sich jene dann dafür auch noch mit einer gemeinsamen Nacht bedanken. Selbst ein Monat im Liebesleben der Sportfreunde Stiller dürfte weitaus spannender als meines in den letzten zehn Jahren. Und wenn Ribhery, Robaldinho oder Ronald Mc Donald eine 20jährige mit nach Hause nehmen wollen, dann garantiere ich euch, dass sie dafür nicht mal fünf Stunden brauchen, ohne Kreditkarte. Keine Frage: Die archaische Vorgrammierung von Frauen, sich Sträke, Vermögen, Schutz bei Männern zu suchen ist, alle Emanzipation hin oder her, nach wie vor sehr ausgeprägt; so wie bei Männern die Suche nach Jugend und Schönheit, also evolutionär die Suche nach Fruchtbarkeit.
Anders gesagt: Männer wie Trump können aus einem nicht gerade kleinen Pool an Frauen wählen, selbst wenn sie selbst äußerlich nicht mehr die schönsten und jüngsten sind. Das empörende ist dabei nicht nur, dass sie damit vulgär prahlen, dies zu können, sondern dass sie auch noch nach all denen langen, die außerhalb ihrer Reichweite liegen, gegen deren Willen. Das ist in der Tat erniedrigend. Weil es nach einer Welt klingt, in der jede Frau "käuflich ist und nichts anderes als Wahre" (Dr. Simon Michaelis alias Rhymin' Simon). Da waren wir fast schonmal weiter.

Ich fühle mich deshalb seit neusten als Feminist, weil mir immer wieder auffällt, dass es soviele Breiche gibt, in denen hier einfach noch Missverhältnisse herrschen. Nicht, dass nicht unglaublich viel schon erreicht worden wäre. Und wenn viele Mädchen eben lieber Kindergärtnerinnen als Programmierinnen werden, dann dürfen sie sich eben nicht wundern, wenn sie später wenig verdienen. Man müsste hier wohl eher Fragen, woher die Präferenz kommt. Doch, zurück zum Thema, insgesamt bin ich der Meinung, dass es zuviele Bereiche der Ungleichheit noch gibt. Wie es jetzt im amerikanischen Wahlkampf gesagt wurde: An seinen Mädchen und Frauen erkennt eine Gesellschaft, wie erfolgreich sie ist. Geht es den Frauen gut, geht es auch den Männern gut.

Ein paar Beispiele:
Nachtbus, Dienstags, 1:00 Uhr. Wieviele Männer sitzen im Bus, wieviele Frauen? Und warum sind nur so wenige Frauen da? Etwa weil zur gleichen Zeit im Fernsehen GNTM läuft?
Ein Deutscher Mittelständler. 400 Mitarbeiter, 80% der Belegschaft männlich. Wieviele der Sekretärinnen sind männlich? Vom Geschlecht der Unternehmenslenkung will ich gar nicht erst sprechen.
Accelsios Billardabende. Nur heiße Ladies und Alkohol in Strömen Etwa weil ich so toll stoßen kann? Ok, Mr. Trump, sie dürfen jetzt wieder gehen.

Um zu verstehen, wie es zwischen Männern und Frauen im Großen und Ganzen steht, stelle ich mir manchmal die Rollen getauscht vor. Dass mir im Club in den Schritt gegriffen wird. Entweder es schüttelt mich dann, weil ich denke, wie entwürdigend das ist (hilfreich dabei, sich alleine zu denken, umringt von einer Gruppe betrunkener alter Engländerinnen, die alle zupacken, lachen und einen nicht rauslassen) oder ich mir eine süße Blonde mit viel Holz vor dem Schloss vorstelle, die mich dann in eine Ecke drängt, mit Küssen überschüttet und ich Armer dann zur Höchstform auflaufen muss - ehe ich merke, dass das offensichtlich eine Fantasie ist, die so eben nie passiert, sondern wenn überhaupt mit dem ersten Fall zu rechnen ist. Wo es dann zu Kölner Silvesternächten eben auch nicht mehr weit ist. Das macht mir klar, dass die Lebenswirklichkeit als Frau (vor allem als junge Frau) trotz aller Gleichberechtigung noch immer eine ganz andere ist als meine. Es macht mich wütend, auf alle Männer, die sich danebenbenehmen, was dazu führt, dass Mädels seltener in Clubs gehen, weil es unangenehm werden kann, was dann schließlich die Heilige Dreifaltigkeit ausbaden muss. Es macht ZuBu traurig, wenn "Männer nicht herangelassen werden" (Originalzitat, bezeugt), weil die Mädels meinen, es zieme sich (noch) nicht, richtig loszulegen. Es macht uns alle betroffen, wenn Frauen in der Wirtschaft ausgebremst oder auf ihr Aussehen reduziert werden, obwohl sie noch viel mehr auf dem Kasten haben und damit unser Gesellschaft viel Potential entgeht. Und es in allen Konferenzen netter gemischt ist. Sei es auch nur fürs Auge....

Was die Ergebnisse der amerikanischen Präsidentenwahl auf die Gleichstellung von Frau und Mann im Westen für Auswirkungen haben wird, werden wir sehen. De jure wird sich wohl nicht viel ändern, muss es ja auch nur noch auf wenigen Gebieten, hier ist der Westen ja schon weit. De facto rechne ich zumindest nicht mit Fortschritten, leider. Dass der Macho mit einem blonden Püppchen an seiner Seite gewinnen musste, sagt viel über die tatsächlich gelebten oder erträumten Rollenbilder einer Mehrheit der Menschen aus. Ein Positives hat es: Zumindest kann sich Deutschland weiterhin feiern, die mächtigste Frau der Welt an seiner Spitze zu haben. Da freut sich Feminist Accelsio.

Reisebericht Nummer 2 - Hawaii und Los Angeles

Guten Morgen Allerseits,
passend zur Schande des gestrigen Abends werde ich heute über die Vereinigten Staaten von Amerika, genauer gesagt die Bundestaaten Hawaii und Kalifornien, berichten:
Die Gebrüder Eckert machten sich also auf den Weg den 50. Bundesstaat der USA zu beehren. Dort angekommen wurden sie mit hinreißender Natur, gechilten Leuten und Bilderbuchwetter belohnt. Aloha und Mahalo dafür. Nach einigen Schnorchel- und einer Tauchexpidition im Pazifischen Ozean musste natürlich auch der Nationalsport, das Surfen, probiert werden. Dazu kann ich nur sagen, ich fange langsam an zu verstehen warum Leute so sehr darauf abfahren. Es macht einfach unglaublich viel Spaß und Surfer sind so mit die nettesten und besten Menschen denen ich je begegnet bin (Leser dieses Blogs stellen hierbei natürlich eine weiterhin unerreichte Referenz dar).
Da die restriktive Alkoholpolitik auf den Sonnenscheininseln dem Geschwisterpaar nicht in die Hände spielte musste Herr Ben* alleine Bier kaufen gehen und dies auf das angemietete Aartment schmuggeln. Dort wurde ein alt bewährtes Trinkspiel dem ansässigen TV-Program angepasst und sobald in den "FOX News" der Name "Trump" fiel musste geschluckt werden. Wenn der Moderator sich zu einem Trippel-Trump (der Name Trump dreimal hintereinander ohne ein anderes Wort dazwischen, also :"Trump, Trump, Trump!") hinreißen ließ, war die ganze Dose Bier fällig. Man glaubt es kaum, aber einen Abend kamen wir auf drei (!) Tripple-Trumps, jedoch alle von dem gleichen Moderator, der es wohl einfach sehr gut mit uns meinte. Die Zeit verging wie im Flug, wobei wir beim nächsten Thema wären:
Zwei Tage vor meinem geplanten Weiterflug Richtung Zentralamerika erreichte mich eine Mail von eDreams, der Onlineplattform auf der ich meinen Flug nach und von Maui buchte, es täte ihnen sehr leid, aber bei der Buchung des Rückfluges sein ein Problem aufgetreten (das Problem hierbei war, dass trotz Bestätigung kein Flug für mich gebucht wurde). Sämtliche Kontakt- und Klärungsversuche per Telefon und Mail blieben unbeantwortet und ich somit auf Maui. Zum Glück gibt es schlimmere Orte um ohne Weiterflug (Achtung Wortwitz) zu stranden. Die nächsten fünf Tage zog ich in ein Mehrbettzimmer in einem Hostel und versoff, verrauchte und versurfte die Zeit mit wundervollen Leuten. Wie herrlich! Eigentlich wollte ich gar nicht mehr weg, aber meine Leber und Lunge machten Freudensprünge als Halloween anstand und dadurch alle Betten auf der Insel ausgebucht waren.
Also hops ins Flugzeug und ab nach Los Angeles ins nächste Hostel. Dort ging es etwas (aber nicht viel) gesitteter zu und ich verbrachte sogar einen Abend alleine und ohne Bier. Nach ersten, nicht ganz so tollen Erlebnissen konnte mich die Stadt mit ihrem runtergekommenen Beach-Lifestyle aber doch noch für sich gewinnen.
Da ich ja aber nicht wieder nur am Strand chillen wollte, machte ich auch noch einen Tagesausflug in die tiefsten Abgründe des Hardcore-Kapitalismus, die "Universal Studios Hollywood". Neben einem Tagespass für 109 USD konnten dort auch First-Row-Tickets (an den Attraktionen nicht anstehen sondern erlaubterweise vordrängeln) für 179 USD und VIP Tagestickets für 379 USD erstanden werden. Der Vorteil von den VIP Tickets konnte ich leider nicht gänzlich ergründen. Ich vermute jedoch, dass man mit denen den kostümierten Comicfiguren ungestraft in die Eier treten darf. Es ist schon ziemlich frustrierend, wenn man 20 Minuten irgendwo angestanden hat, eigentlich als nächstes dran ist und dann so ein First-Row-Typ kommt und du ihn vorlassen musst. Mein abschließendes Urteil hierzu lautet: Geniale, meinerseits noch nie gesehene Attraktionen mit viel Liebe zum Detail, welche einen Tagespreis in Höhe eines Fusion-Tickets nicht rechtfertigen.
Die nächste Station lautet Costa Rica. Hierbei erhoffe ich mir landseitige Natur und eine Weiterführung des von mir inzwischen hoch geschätzten Hostel-Lebens. Ich werde berichten...

Korrektur zu Reisebericht Nummer 1 - Vancouver:
Ich habe im letzten Beitrag fälschlicherweise behauptet, es sei der 200. Blogeintrag gewesen. Mit ist später aufgefallen, dass in der Übersicht, welche die Basis dieser Aussage darstellt, einige nicht veröffentlichte Entwürfe mitgezählt wurden.

Freitag, 21. Oktober 2016

Reisebericht Nummer 1 - Vancouver

Wie versprochen werde ich hier von Reiseerfahrungen, für Außenstehende unlustigen Ankdoten und meist sinnfreiem, neu angeeignetem Wissen berichten. Das dieser erste Reisebericht zugleich den 200. Post in diesem Blog markiert soll dabei nicht unerwähnt bleiben. Well done!
Also zu Kanada lässt sich generell sagen, dass die Leute wirklich überaus freundlich sind, dass überall relativ unberührte Natur zu finden ist und es hier nicht wirklich viel allgemeine Themen gibt, worüber man sich als geübter reisender Deutscher aufregen könnte.
Kommen wir also ohne Umwege zu dem speziellen Thema nach welchem die Leser hier gieren. Dem Rausch. Hier zeigt sich ein stark nach Rauschmittel differenziertes Bild. So ist der medizinische Gebrauch von Cannabis erlaubt, man muss jedoch vorher einen Arzt aufsuchen und sich dazu beraten lassen. Ein Stoner, der wahrscheinlich einfach zu faul war dies zu tun, hat jedoch vor dem höchsten Kanadischen Gericht erklagt, dass man bei der Anmeldung in einer Abgabestelle von medizinischem Kannabis den Namen des Arztes, bei welchem man sich hat braten lassen, nicht nennen muss. Da auch keine schriftliche Bescheinigung vom Arzt vorgezeigt werden muss, bedeutet dies also Gras für Alle! Wie schön. Gleich am ersten Tag gingen wir also bei der "CannaClinic" vorbei, wo mein Bruder mit den Worten: "Hey Bro, how can I help you today?" begrüßt wurde. Da Fabi und seine Freunde ja ganz gerne mal einen smökern (in Kanada wird übrigens nur pur geraucht), hatte dies zur Folge, dass ich ungefähr die Hälfte meiner Aufenthalszeit in Kananda stoned war. (Hierbei handelt es sich nichteinmal um eine Übertreibung aus dramurgischen Gründen.) Good times! Mit anderen berauschenden Urlaubsfreuden sieht es dagegen etwas anders aus. Rauchen darf man eigentlich niergends, noch nicht einmal auf dem eigenen Ballkon (!) und alkoholische Getränke gibt es erst ab 19 und dann auch nur in einem speziellen Liquor Store und zu unverschämten Preisen. Zum Glück hatte Fabi die Stadt ja schon vier Monate erkundet und kannte somit für jeden Abend der Woche die beste Kneipe um sich abzuschießen. Ein besonderes Highlight stellte hierbei die "Canbies Bar", die jeden Dienstag ein großes Bierpong-Turnier ausrichtet, dar. Ohne es zu wissen, war ich bereits vor meiner Ankunft in einem deutsch-türkischen Team nahmens "Hells Angels" (wtf ?) angemeldet. Nicht ohne stolz kann ich berichten, dass wir dieses Turnier mit dem zweiten Platz (und nur einem Becher Rückstand im Finale) beenden konnten. Da hierbei 16 Teams antreten und es einige semi-professionelle Spieler gibt war das eine Leistung die Fabi in den 14 (!) vorherigen Teilnahmen nur einmal gelungen war.
Generell muss ich sagen, dass mein Bruder hier dem Familiennamen alle Ehre gemacht hat. Sein Party-Penthouse war unter diversen Sprachschulen bekannt und in vier Monaten sind immerhin fünf Abbmahnungen wegen ausufernder Partys ausgesprochen worden. Da diese aber einfach ignoriert wurden und die Schule die Jungs nicht rauswerfen wollte, hat das Haus jetzt einen eigenen Sicherheitsmann am Eingang bekommen. Auch sonst hat er das ganze ordentlich durchgezogen. Allein in den acht Tagen, die ich dort war, hat er zwei verschiedene Mädels klargemacht. Chapeau!
Nun geht es weiter nach Hawaii, wo der Fokus vermutlich etwas mehr auf Strand, Sonne und Tauchen statt Party liegen wird. Ich bin gespannt.

Mittwoch, 17. August 2016

Wahl-O-Mat

 Es ist mal wieder Wahlkampf. Die Plakate mit Menschen, die man nur alle paar Jahre zu genau dieser Zeit zu Gesicht bekommt hängen in den Straßen und in den Medien werden wieder verbale Endgleisungen und Stilblüten der um ihre Arbeitsstellen ringenden Elite unserer Stadt thematisiert.

Wer noch nicht entschieden ist, wem er am 18.9.2016 seine Stimme geben möchte, kann dabei auf die Empfehlungen des bewährten Online-Tests Wahl-O-Mat zurückgreifen. Obwohl ich für gewöhnlich keine Entscheidungsschwierigkeiten zu besitzen pflege, habe ich das getan - und sei es nur aus reiner Belustigung. Ohne dass man damit Rückschlüsse auf meine Wahlentscheidung treffen könnte, hier meine Ergebnisse, damit ihr wisst, wie man mich einschätzen könnte:

Nun ja, damit hatte ich nicht gerechnet, dass ich eine so hohe Übereinstimmung mit einer Partei für "nachhaltige Erneuerung" haben könnte, von der ich bis heute nicht wusste, dass sie überhaupt existiert.
Ihr wusstet dagegen immer, dass ich zum Teil unpopuläre, unbequeme Meinungen mein Eigen nenne. Genauso beantwortete ich auch die zehn Fragen des Wahl-O-Maten. Gerade wenn ich rieche, dass die Frage geeignet ist, einfach nur dem Volk den Mund zu reden, vollblumig Wohltaten zu versprechen, die viel Geld kosten, aber nur mäßig Nutzen stiften.

Beispielhaft dazu die Frage zum bezirksübergreifenden Schulbesuch von Kindern und Jugendlichen, welcher theoretisch ein tolles Mittel sein könnte, die soziale Durchmischung zu fördern. Oder wäre es nicht eine Idee, wenn die nachwachsenden potentiellen Kleinkriminellen des Weddings sich mit den Gentrifizier-Kindern des Prenzlauer Bergs mischen würden, um die einen zu entschärfen und die anderen einen Tick cooler zu machen?

Das sahen die Parteien allerdings anders. Stimmenfang kann so einfach sein. "Keine Partei vertritt die[se] Position".

Naja, ich bin kein Politiker und will es eigentlich auch nicht werden. Viele Fragen unserer Zeit, unserer schönen Stadt sind viel zu komplex, um sie auf zehn Fragen oder die eine Frage, "Was kostet's?", zu reduzieren. Aber bei Wahlen muss man sich eben entscheiden. Mal sehen, wie ich mich entscheiden werde.

So, genug prokrastiniert für heute. Ab jetzt wird konzentriert am Fortkommen der Energiebranche weitergearbeitet!

Quellen: Tagesspiegel.de, Zugriff: 17.8.2016

Freitag, 5. August 2016

Veränderungen

Meine Ferien in Berlin neigen sich schon fast wieder dem Ende zu. Die Zeit vergeht immer so schnell. Fast kein Abend, den ich nicht damit zugebracht hätte, lange nicht mehr zu Gesicht bekommene Freunde einmal wiederzusehen und meine Leber zu martern. Trotzdem viel zu wenig Party, es blieb meistens bei Trunk und Speis, und durchwachsenes Wetter. Doch ich will mich nicht beklagen, Ferien sind Ferien. Einfach schön.

Ihr werdet nicht leugnen, dass Zeiten sich ändern. Eine Woche frei im Hochsommer, das hätte wohl früher bedeutet, gemeinsam tagelang am See abzuhängen. Dieser Tage, mal abegesehen vom erwähnten Wetter, scheiterte jenes alleine daran, dass die meisten tagsüber arbeiten müssen. Ich war kein einziges Mal am See.

Auch in unseren Bezirken ändert sich viel. Vor einigen Tagen entdeckte ich verwundert diese Baulücke im Straßenbild der Chausseestraße. Ja, richtig, dort stand einmal ein zweigeschossiger (Alt-)bau mit der berüchtigten Hafenbar. Wunderschöne Suffabende mit schlechter Musik. Geschichte.

Ich tippe mal darauf, dass dort luxuriöse Eigentumswohnungen in Investorenarchitektur entstehen werden, von denen wir jetzt schon wissen, dass sie die Gegend weiter veröden und in zehn Jahren als optisch abgeschmackt empfunden werden. So dreht sich das Rad der Zeit weiter.

Heute wäre so ein Tag gewesen, der in dieser besagten Hafenbar hätte enden können, Freitags war immer der Schlagerabend. Keine Sorge, auch so gibt es genügend Feiermöglichkeiten!