Samstag, 22. November 2014

Wunder-TU(ete)

Die Technische Universität Berlin hat schon immer Grund zur Verwunderung gegeben. Ich frage mich seit langem, ob der "Architekt" des wiederaufgebautem Hauptgebäudes geistesgestört oder einfach nur unfähig war. Er hat drei der fünf Hinterhöfe und die Seitenflügel wieder aufbauen lassen, nur um danach einen 10-stöckigen aluminiumverkleideten Kasten davor zu setzen. Scheiß auf ne ansehnliche Front mit Portikus, sah eh beschissen aus ...

 

   ... NICHT !!!

Des weiteren kann man sich über die Namenswahl der Onlineplattform wundern. "Information System for Instructors and Students", kurz: ISIS. 





Aber gestern wurden all diese wunderlichen Dinge komplett in den Schatten gestellt. Auf der Toilette hatte die TU ein Schild aufgehängt, welches darauf hinweisen sollte, dass diese behindertengerechte sanitäre Anlage zur Zeit nicht benutzbar ist. Seht selbst:



Warum zur Hölle teilt mir eine Kondom mit Straßenschild mit, dass diese Toilette nicht benutzbar ist??? 

Es wäre nur konsequent ab jetzt auf großflächigen Plakaten von einer Klobürste vor sexuell übertragbaren Krankheiten gewarnt zu werden. 



Freitag, 17. Oktober 2014

Nach der Party ist vor dem Weißwurstfrühstück

Freunde des Exzesses,
wir wir ja mit großer Freude vernommen haben, findet die alljährliche Axelsior-Sause am 7. November dieses Jahres wieder statt. Als jAm und Jonas F. mir ihre Sorge, dass sie nach diesem Abend nicht mehr in ihr heimatliches Kreuzberg zurückfinden würden, mitteilten, bot ich einen Schlafplatz beim Nachbarn an. Da ich ja weiß was passiert wenn ich mir Übernachtungsgäste dieses Kalibers einlade, füge ich mich dem Schicksal und gehe die Sache pro-aktiv an. Auch ihr seid herzlich zum Weißwurstfrühstück am Samstag den 8. November eingeladen. jAm hat bereits eine ganztägige Veranstaltung in seinen Kalender eingetragen. Vorbildlich! Weitere Schlafplätze und genügend Weißbier werden vorhanden sein (habe sturmfrei). In diesem Sinne...





Samstag, 11. Oktober 2014

Die Umlandraver

Ich war neulich auf der Veranstaltung "11 Jahre Ostfunk". Neben einigen wirklich guten DJs haben auch wieder einige äußerst seltsame Gestallten den Weg in den Postbahnhof gefunden. Die Umlandraver.

Der Umlandraver kommt entweder aus Ost-Berlin (jwd) oder wie der Name schon suggeriert, tatsächlich aus dem Umland Berlins. Er grenzt sich zu den anderen feiernden eindeutig durch sein Erscheinungsbild ab. Ihm ist anscheinend nicht bewusst, dass die Loveparade seit 2010 der Vergangenheit angehört, somit schmückt er sich immer noch mit grellen Neonfarben und unzähligen Knicklichtern. Während die Umlandraverin jegliche Freizeit, welche sie neben ihrem Friseurjob erübrigen kann, unter der Sonnenbank verbringt, stählt das männliche Gegenstück seine Muskeln in der Muckibude. Im Gegensatz zu den weiblichen Mitgliedern dieser Gruppe, scheint es bei den Männern verschiedene ausgeübte Berufe zu geben. Sowohl beim künstlichen Sonnenbad als auch im Sportstudio wird maßlos übertrieben, damit ja niemandem Zweifel an der Zugehörigkeit zu dieser Gruppe aufkommen. Ungefähr eine Stunde nach Einlass entledigen sich die männlichen Umlandraver ihrer neonfarbenden T-Shirts, welche erst herumgewirbelt und anschließend achtlos auf den Boden geworfen werden. Bei den echten Umlandravern ist ein tiefergelegtes Auto (Golf GTI, BMW 3er oder Audi A3) nicht nur Statussymbol sondern zwingend erforderlich.
Innerhalb der Gruppierung kommt es beim feiern immer wieder zu deutlich spürbaren Spannungen. Meist sind unterschiedlich favorisierte "Schauspieler" der Serie "Berlin - Tag und Nacht" oder zu lang besetzte Toiletten deren Auslöser.
Faszinierend ist das Tempo in welchem gefeiert wird. Schon bei Einlassbeginn werden die Klos gestürmt um den Mageninhalt in die Schüssel zu erbrechen. Fangen die Mainacts gegen 3 Uhr an aufzulegen, sind nur noch schätzungsweise 5% der Umlandraver dabei. Alle anderen sind bereits zu Hause oder schlafen im tiefergelegten Auto vor der Veranstalltungslokalität.

Zu guter letzt noch zwei Bildbeispiele:





Der Autor merkt an, dass dieser Beitrag rein aus langer Weile und fehlenden Gefährten für einen gepflegten Tagesrausch entstanden ist. 

 

Samstag, 27. September 2014

Nächste Abfahrt: Party

Alle Wege führen in den Suff
Zum nunmehr zehnten Mal in Folge feiere ich meinen Geburtstag am 7.11.2014 in großem Rahmen. Wie diese Parties ablaufen, ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Auf jeden Fall jenen Freitag bitte freihalten und Reserven in der Leber reservieren. Ich freue mich auf eine runde Sause!

Sonntag, 31. August 2014

Hüttenkunst

Projektvorstellung und Detailaufriss von der Seite
 Auf der letzten längeren Gruppenreise mit ZuBu entstanden unter anderem diese Kunstwerke aus der Hand des Meisters. Was der Künstler damit sagen möchte? Strengen Sie Ihre Fantasie an. Jedenfalls freue ich mich auf die nächste Reise dieser Art, die in einer Woche bevorsteht. Der interessierte Kunstfreund darf gespannt sein.
Projektierter Gesamtablauf

Dienstag, 12. August 2014

Anregungen und Entdeckungen im Technikmuseum

Ein Besuch im Technikmuseum Berlin mit meinem Vetter vor einigen Tagen ließ bei mir einmal wieder Erinnerungen an kindliche Streifzüge durch dieses Paradies für technikbegeisterte Jungen, technikaffine Patrioten (ob der vielen beeindruckenden Deutschen Erfindungen, die hier zu sehen sind) oder technikverliebte Eigenbrödler wach werden. Wie lange schon war ich nicht mehr durch die Waggonhallen mit den großen Dampf-, Elektro- und Dieselloks geschlichen oder hatte Zuses frühe Rechner bewundert - Leistung ungefähr im Niveau eines Taschenrechners, aber Größe eines durchschnittlichen Wohnzimmers. Auch das Ein-Mann-U-Boot "Bieber" rief mein Staunen hervor, von dem die meisten angeblich direkt abgesoffen sind. Das meiste jedoch war ein Auffrischen der alten Eindrücke, die Exponate sind wohl größtenteils weiterhin dieselben wie in die letzten Jahrzehnten. Eine Leistungsschau der aktuellen Technik ist ja schließlich in den Fachausstellungen "Saturn", "Media Markt", "BMW Autohaus Nefzger", "Rheinmetall Werksgelände" oder "Ganick Getränkehandels GmbH - Keine Panik, Durst löscht Ganick!" jederzeit verfügbar.

Abb.1: Eine frühe Minibar
Für einige Exponate allerdings gilt, dass sie wohl bei meinem letzten Besuch vor gefühlten zwanzig Jahren schon da waren - ich sie allerdings zugunsten von wahrscheinlich der Wehrtechnik übersehen haben muss. Der Urahn meines Lieblingsmöbelstückes, meiner Minibar, ist mir nie zuvor aufgefallen. Es handelt sich um die Bar eines Deutschen Fliegerhelden aus dem ersten Weltkrieg, welche in der Zwischenkriegszeit in einem zivilien Flugzeug von ihm verbaut war. Danach ist sie, wie ersichtlich schließlich zu einem Möbelstück weiterverarbeitet worden. Ziemlich schön, oder? Gut erkennbar, die beliebte Mode der damaligen Zeit, vor allem starken Alkohol zu sich zu nehmen - Mischgetränke, Limonaden, Säfte scheinen nicht vorgesehen. Und ob für den links sichtbaren Mixer schon Eis zum Einsatz gekommen ist? Wenn ja, woher nahmen sie das im Flugzeug?

Auch wenn die nächste Entdeckung, ebenfalls in der Sektion "Luftfahrt vor dem zweiten Weltkrieg", nicht Jedermanns Lachen befördern dürfte, musste ich allerdings schon schmunzeln über das "Trostfrühstück mit abgeschossenen englischen Offizieren". Durchaus eine Form der Kriegspropaganda, zeugt sie von einer eigentümlichen Art der Kriegsführung und -darstellung im ersten Weltkrieg, die in der gerade beginnenden Fliegerei noch eine gewisse Form der Ritterlichkeit suchte, die ja ansonsten im ersten Weltkrieg nur selten an die Oberfläche kam, schon gar nicht im zweiten. Vielleicht auch, weil die  Luftwaffe sich aus Deutscher Sicht gegenüber den Engländern als weit erfolgreicher erwies gegenüber der so teuer hochgerüsteten, aber ziemlich nutzlosen Marine. Mich hätte aber auf jeden Fall die Speisefolge und die Konversation bei Tisch interessiert. Möglich, dass man sich -interkulturell versiert- auch einfach aus einer Abb.1. ähnlichen Minibar einen feinen schottischen Whisky gegönnt hat.
Abb.2: Frühschoppen 1914