Sachschaden: 10.000 Euro mindestens. Spaßfaktor: unbezahlbar
Quelle: NDR.de: S-Bahn fährt mit zugemauerter Tür durch Hamburg
Mittwoch, 29. April 2015
Samstag, 28. März 2015
Schlafmangel
Man kann es ja mittlerweile kaum noch hören, all die Superlative, wie wenig jemand geschlafen haben will. Irgendwie scheint es unter Ende Zwanzigjährigen/Anfang Dreißigjährigen üblich zu sein, seine enorme Strahlkraft über möglichst wenige Stunden Erhlolung am Tag ausdrücken zu wollen. Der Satz "Ich habe heute Nacht nur vier Stunden geschlafen" ist dabei anscheinend der Ausweis größtmöglicher Belastbarkeit und Disziplin. Manchmal denke ich gar, dass es schon an Angeberei grenzt. Klar, wer hätte nicht mehr Lebenszeit, während jener man voller Leitungsfähigkeit und Tatendrang ist. Nur glaube ich, dass dies bei weniger Schlaf nicht zwangsläufig der Fall wäre.
Kürzlich kam ich eher unfreiwillig in den Genuss von vier Stunden Schlaf. Ich hatte die Nacht durchgearbeitet, aber am folgenden Mittag wieder einen Termin. Erstmal nichts komplett Ungewöhnliches, rar dagegen eher die Tatsache, dass nahezu kein Koffein oder Alkohol im Spiel war. So nahm ich dies zum Anlass mal für mich selber zu überprüfen, was Schlafmangel so mit einem anrichtet. Letztendlich ergaben sich für mich zwei Erkenntnisse, die frühere Hypothesen untermauern:
1. Die Wirkungen von Schlafmangel sind in vielen Aspekten einem Alkoholkater verdammt ähnlich. Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass der Großteil des Katers auf Schlafmangel basieren könnte. Schließlich verändert (viel) Alkohol das Schlafverhalten kollosal, was auch Almü mal im Schlaflabor der Lübecker Universität an mir nachweisen konnte.
Zunächst nämlich fällt der Besoffene in einen Art Tiefschlaf, der aber nur wenige Stunden andauert (Das ist die Zeitspanne, in der Leute kaum wachzubekommen sind und in der S-Bahn einschlafen, das Handy verschwindet, sie in Frohnau aufwachen und im Morgengrauen den Eltern Brötchen mitbringen, um den peinlichen Vorfall als Gang zum Bäcker zu tarnen, was freilich dank einer monströsen Fahne kaum glaubhaft rüberkommt). Danach schläft der Besoffene nur noch oberflächlich; siehe die selbst verhunzte Abbildung, wo die Hypothese grob skizziert ist. Auf Festivals spart man sich jenen Teil des Schlafes daher nicht selten. Ich vermute, das sein Erholungseffekt auch eher geringerer Natur ist. Jedenfalls kann ich im Kater nach der Tiefschlafphase so lange versuchen weiterzuschlafen, wie ich möchte, besser wird's kaum. Kater ist meiner Meinung nach also zu nicht unbeträchtlichem Teil einfach Schlafmangel. Da es mit viel Alkohol unmöglich ist, normal zu schlafen, wird es auch nie möglich sein, den Kater ernsthaft zu umgehen. Dabei meine ich nicht etwaige Kopfschmerzen und die Übelkeit, die treten bei Schlafmangel schließlich nicht zwangsläufig auf.
2. Schlafmangel ist freilich machbar, aber ein wenig unschön. Mir liegen Berichte von Drogennutzern vor, dass Menschen mehr als eine Woche am Stück wach sein können. Da sind dann auch gerne mal Halluzinationen mit von der Partie. Mir reichte bereits eine kurze Nacht, um einen leichten Rauschzustand zu haben. Es war so, wie mal meine Mutter sagte, als ob man "auf Wolken ginge", eben leicht benebelt. Ich war wach, aber ein wenig unpräzise und langsam. Viele Handlungen hatten einen leichten "Lag".
Ich habe mal gehört, dass Schlafmangel deshalb bisweilen auch therapeutisch eingesetzt würde. Ich kann es mir vorstellen, denn es insgesamt ging es mir ziemlich gut dabei. Und, ja, ich war vielleicht auch ein wenig stolz, wie belastbar und diszipliniert ich bin. Auch das wird einen Anteil am Erfolg des Schlafmangeltages gehabt haben. Am Abend übrigens waren dann wieder reichlich Koffein und Alkohol im Spiel. Alles wieder beim Alten.
Kürzlich kam ich eher unfreiwillig in den Genuss von vier Stunden Schlaf. Ich hatte die Nacht durchgearbeitet, aber am folgenden Mittag wieder einen Termin. Erstmal nichts komplett Ungewöhnliches, rar dagegen eher die Tatsache, dass nahezu kein Koffein oder Alkohol im Spiel war. So nahm ich dies zum Anlass mal für mich selber zu überprüfen, was Schlafmangel so mit einem anrichtet. Letztendlich ergaben sich für mich zwei Erkenntnisse, die frühere Hypothesen untermauern:
1. Die Wirkungen von Schlafmangel sind in vielen Aspekten einem Alkoholkater verdammt ähnlich. Ich gehe sogar so weit zu sagen, dass der Großteil des Katers auf Schlafmangel basieren könnte. Schließlich verändert (viel) Alkohol das Schlafverhalten kollosal, was auch Almü mal im Schlaflabor der Lübecker Universität an mir nachweisen konnte.
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| Schlafphasen. Grün berauscht, rot nüchtern (Internet, bearbeitet) |
2. Schlafmangel ist freilich machbar, aber ein wenig unschön. Mir liegen Berichte von Drogennutzern vor, dass Menschen mehr als eine Woche am Stück wach sein können. Da sind dann auch gerne mal Halluzinationen mit von der Partie. Mir reichte bereits eine kurze Nacht, um einen leichten Rauschzustand zu haben. Es war so, wie mal meine Mutter sagte, als ob man "auf Wolken ginge", eben leicht benebelt. Ich war wach, aber ein wenig unpräzise und langsam. Viele Handlungen hatten einen leichten "Lag".
Ich habe mal gehört, dass Schlafmangel deshalb bisweilen auch therapeutisch eingesetzt würde. Ich kann es mir vorstellen, denn es insgesamt ging es mir ziemlich gut dabei. Und, ja, ich war vielleicht auch ein wenig stolz, wie belastbar und diszipliniert ich bin. Auch das wird einen Anteil am Erfolg des Schlafmangeltages gehabt haben. Am Abend übrigens waren dann wieder reichlich Koffein und Alkohol im Spiel. Alles wieder beim Alten.
Montag, 23. März 2015
Angriff ist die beste Verteidigung
Ersteinmal alles Gute auf virtuellem Wege an Ben*! Du verköstigst ja heute deine Familie, wir stehen dann bereit, am Schluss die Alkoholreste zu vernichten. Warum es die nicht geben wird? Ach stimmt, es ist ja deine Familie.
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Was meinen Masterius angeht, wisst ihr ja bereits, dass ich, wie auch ZuBu, über Monate meine wissenschaftliche Attacke vorbereitet habe, diese am 17. Februar ausführte und seither auf die Reaktion des Feindes wartete. Letzten Freitag reagierte er schließlich und ich durfte exakt während Sonnenfinsternis (wo ja die Stromnetze in Schwierigkeiten kommen sollten - wie passend zum Thema!) verteidigen. Eine Stunde und 15 Minuten prahlte ich mich mit pseudowissenschaftlichen Halbwissen, um schließlich eine schöne Note zu bekommen. Mein Bruder holte mich mit Wunderkerzen, Mucke, Luftschlangen, Öttangier und Sekt ab, an der Spree in der Sonne feierten wir dann das höchstwahrscheinliche Ende meiner wissenschaftlichen Laufbahn.
Endlich richtig frei.
Abends dachte ich dann, mit ein paar Freunden mich auch gleich mal kulturell zu belohnen. Da musste es auch sofort ein innen vergoldeter Tempel der Deutschen Hochkultur sein, wie es Accelsio
so liebt. Leider trifft dies im Moment bei den Opernhäusern nur noch auf die Komische Oper zu. Da aber läuft meistens nach meinem Geschmack Mist. Die Staatsoper, sonst meine Anlauflstelle, wetteifert derzeit mit dem Flughafen um die größte Kostenexplosion und das späteste Eröffnungsdatum, die beiden Kontrahenten liegen gleich auf. Und die Deutsche Oper hat innen kein Gold.
Also ging es in das Theater am Schiffbauerdamm, auch Berliner Ensemble. Samuel Beckett, also wirklich anspruchsvolle Kost - beste Voraussetzungen für Kunstgenuss auf höchstem Niveau.
Könnte man denken. Leider ist das Stück ein einziger Monolog. Doch der Regisseur schaffte es gar, selbst diesen noch schlimmer zu machen, als es ohnehin schon war. Auf der Bühne stand ein Schreibtisch. Daran der Protagonist, der einzige Schauspieler des Stückes. Die ersten zehn Minuten saß dieser nur am Schreibtisch. Dann begann er im Schneckentempo einzelne Schubladen auf- und zuzuziehen, wobei er unverständliche Laute oder Murmlen von sich gab. Nach fünfundzwanzig Minuten überraschte er das Publikum mit dem ersten ganzen Satz.
Zusammenhängend wurde es nach fünfunddreißig Minuten. Da startete er ein Tonband auf dem Schreibtisch, dass er zwar immer wieder unterbrach, jedoch kamen von diesem Tonband zwar inhaltlich nicht unbedingt zusammenhängende, jedoch syntaktisch korrekte Sätze. Schien jedoch bereits der Höhepunkt gewesen zu sein. Nach einer Stunde verließen wir unter bösen Blicken den Theatersaal. Es wäre noch eine Stunde so weitergegangen.
So schlimm war es aber auch wieder nicht - denn zum Glück gibt es ja Knaster. Etwas eingekräutert, sorgten wir zumindest dafür, dass die ersten dreißig Minuten immer einer von uns am Kichern war oder wir gemeinsam einen Lachanfall unterdrücken mussten. Der zweite Rang jedenfalls muss dem ganzen Zuschauerraum wie ein besonders humorvoller Haufen oder ziemlich respektlose Schulklasse vorgekommen sein. Der Absurdität des Stückes wegen steckten wir nicht wenige mit dem Lachen an. Nur blöd, dass es in einem Raum mit hunderten stillen Menschen einem trotzdem ausgesprochen peinlich dünkt. Was habe ich gelernt?
Theater und Tomaten - Traumkombination! Noch nie war es so einfach, selbst den abstraktesten Mist von im Budget und vielleicht auch im Kopf beschränkter Theaterregisseure auszuhalten.
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Was meinen Masterius angeht, wisst ihr ja bereits, dass ich, wie auch ZuBu, über Monate meine wissenschaftliche Attacke vorbereitet habe, diese am 17. Februar ausführte und seither auf die Reaktion des Feindes wartete. Letzten Freitag reagierte er schließlich und ich durfte exakt während Sonnenfinsternis (wo ja die Stromnetze in Schwierigkeiten kommen sollten - wie passend zum Thema!) verteidigen. Eine Stunde und 15 Minuten prahlte ich mich mit pseudowissenschaftlichen Halbwissen, um schließlich eine schöne Note zu bekommen. Mein Bruder holte mich mit Wunderkerzen, Mucke, Luftschlangen, Öttangier und Sekt ab, an der Spree in der Sonne feierten wir dann das höchstwahrscheinliche Ende meiner wissenschaftlichen Laufbahn.
Endlich richtig frei.
Abends dachte ich dann, mit ein paar Freunden mich auch gleich mal kulturell zu belohnen. Da musste es auch sofort ein innen vergoldeter Tempel der Deutschen Hochkultur sein, wie es Accelsio
so liebt. Leider trifft dies im Moment bei den Opernhäusern nur noch auf die Komische Oper zu. Da aber läuft meistens nach meinem Geschmack Mist. Die Staatsoper, sonst meine Anlauflstelle, wetteifert derzeit mit dem Flughafen um die größte Kostenexplosion und das späteste Eröffnungsdatum, die beiden Kontrahenten liegen gleich auf. Und die Deutsche Oper hat innen kein Gold.
Also ging es in das Theater am Schiffbauerdamm, auch Berliner Ensemble. Samuel Beckett, also wirklich anspruchsvolle Kost - beste Voraussetzungen für Kunstgenuss auf höchstem Niveau.
Könnte man denken. Leider ist das Stück ein einziger Monolog. Doch der Regisseur schaffte es gar, selbst diesen noch schlimmer zu machen, als es ohnehin schon war. Auf der Bühne stand ein Schreibtisch. Daran der Protagonist, der einzige Schauspieler des Stückes. Die ersten zehn Minuten saß dieser nur am Schreibtisch. Dann begann er im Schneckentempo einzelne Schubladen auf- und zuzuziehen, wobei er unverständliche Laute oder Murmlen von sich gab. Nach fünfundzwanzig Minuten überraschte er das Publikum mit dem ersten ganzen Satz.
Zusammenhängend wurde es nach fünfunddreißig Minuten. Da startete er ein Tonband auf dem Schreibtisch, dass er zwar immer wieder unterbrach, jedoch kamen von diesem Tonband zwar inhaltlich nicht unbedingt zusammenhängende, jedoch syntaktisch korrekte Sätze. Schien jedoch bereits der Höhepunkt gewesen zu sein. Nach einer Stunde verließen wir unter bösen Blicken den Theatersaal. Es wäre noch eine Stunde so weitergegangen.
So schlimm war es aber auch wieder nicht - denn zum Glück gibt es ja Knaster. Etwas eingekräutert, sorgten wir zumindest dafür, dass die ersten dreißig Minuten immer einer von uns am Kichern war oder wir gemeinsam einen Lachanfall unterdrücken mussten. Der zweite Rang jedenfalls muss dem ganzen Zuschauerraum wie ein besonders humorvoller Haufen oder ziemlich respektlose Schulklasse vorgekommen sein. Der Absurdität des Stückes wegen steckten wir nicht wenige mit dem Lachen an. Nur blöd, dass es in einem Raum mit hunderten stillen Menschen einem trotzdem ausgesprochen peinlich dünkt. Was habe ich gelernt?
Theater und Tomaten - Traumkombination! Noch nie war es so einfach, selbst den abstraktesten Mist von im Budget und vielleicht auch im Kopf beschränkter Theaterregisseure auszuhalten.
Dienstag, 17. März 2015
Das Spiel "Bierbauch" und wie man es gewinnt
Wie ja alle beteiligten wissen, waren vor kurzem zwei Cousins und zwei Brüder auf einem "Männerskitrip". Neben Skifahren und Seepis' Bierhimmel gab es ein weiteres Highlight. Am dritten Tag der Tour kamen wir in der zweiten Apres Ski Location (Luigis Turbo Bar) nicht so richtig in Schwung. Wir hatten zwar schon zwei Flachmänner, 10 Flügl, und zwei bis drei Bier geleert, aber das Bier in den Gläsern wurde eher schal, als das es munter die Kehlen befeuchtete. Es gab nur einen Ausweg, es musste schleunigst ein Saufspiel her. Der jüngere der beiden Brüder (Achtung: Wortwitz!) schlug ein ziemlich simples aber effektives Spiel vor: "Bierbauch".
Die Regeln:
- Jeder der ein Bier hat darf jemanden herausfordern um dieses Bier zu spielen
- Es muss vorher geklärt werden, ob "Bier" oder "Bierbauch" gespielt wird
- Zwei Kontrahenten spielen Stein, Papiere, Schere (SPS)
- Der Verlierer ext das Bier um welches gespielt wurde
- Falls "Bierbauch" gespielt wird darf der Gewinner dem Verlierer direkt nach dem exen dazu noch in den Bauch boxen
Durch eine glückliche Fügung hatte ich ein paar Tage vorher einen Artikel gelesen, in welchem das intuitive Verhalten von Spielern bei SPS analysiert wurde. In einer großen Universitätsstudie (!) wurde herausgefunden:
- Männer beginnen oft mit Stein (wahrscheinlich Machtdemonstration)
- Frauen beginnen häufig mit Schere (Kastrationsfantasien?)
- Spieler tendieren dazu das Element mit dem sie zuletzt gewonnen haben erneut zu nehmen
- Spieler tendieren dazu das Element mit welchem sie zuletzt verloren haben nicht erneut zu spielen
- Das Element was in der letzten Runde nicht vorkam, hat eine geringere Wahrscheinlichkeit in der nächsten Runde von einem der beiden Spieler gespielt zu werden
Mit diesen einfachen Erkenntnissen gelang es mir anfangs eine überdurchschnittlich gute Quote (>75%) zu gewinnen. Mein dadurch verlangsamte Trinktempo wurde dadurch wettgemacht, dass ich beide Brüder in den Bauch boxen durfte. Nach einigen Runden war Dr. Druff (seines Fachs Physiker), so breit dass er die Entscheidungen was er spielt seinem Feuerzeug übertrug. Da man Feuerzeuge leider nicht so leicht wie Doktoren austrickst kann war es dann vorbei mit der Siegesserie. Ich jedoch freute mich hauptsächlich darüber meinen Pegel den anderen anpassen zu können und ich spielte natürlich nur "Bier" und nicht "Bierbauch" - ich bin ja nicht blöd.
Einen Tag später sahen wir ein Tisch mit Holländern SPS spielen und dachten, boa das hat ja schnell Schule gemacht. Leider mussten wir feststellen sie spielten weder "Bier" noch "Bierbauch" sondern nur "Zahl die nächste Runde".
Die Regeln:
- Jeder der ein Bier hat darf jemanden herausfordern um dieses Bier zu spielen
- Es muss vorher geklärt werden, ob "Bier" oder "Bierbauch" gespielt wird
- Zwei Kontrahenten spielen Stein, Papiere, Schere (SPS)
- Der Verlierer ext das Bier um welches gespielt wurde
- Falls "Bierbauch" gespielt wird darf der Gewinner dem Verlierer direkt nach dem exen dazu noch in den Bauch boxen
Durch eine glückliche Fügung hatte ich ein paar Tage vorher einen Artikel gelesen, in welchem das intuitive Verhalten von Spielern bei SPS analysiert wurde. In einer großen Universitätsstudie (!) wurde herausgefunden:
- Männer beginnen oft mit Stein (wahrscheinlich Machtdemonstration)
- Frauen beginnen häufig mit Schere (Kastrationsfantasien?)
- Spieler tendieren dazu das Element mit dem sie zuletzt gewonnen haben erneut zu nehmen
- Spieler tendieren dazu das Element mit welchem sie zuletzt verloren haben nicht erneut zu spielen
- Das Element was in der letzten Runde nicht vorkam, hat eine geringere Wahrscheinlichkeit in der nächsten Runde von einem der beiden Spieler gespielt zu werden
Mit diesen einfachen Erkenntnissen gelang es mir anfangs eine überdurchschnittlich gute Quote (>75%) zu gewinnen. Mein dadurch verlangsamte Trinktempo wurde dadurch wettgemacht, dass ich beide Brüder in den Bauch boxen durfte. Nach einigen Runden war Dr. Druff (seines Fachs Physiker), so breit dass er die Entscheidungen was er spielt seinem Feuerzeug übertrug. Da man Feuerzeuge leider nicht so leicht wie Doktoren austrickst kann war es dann vorbei mit der Siegesserie. Ich jedoch freute mich hauptsächlich darüber meinen Pegel den anderen anpassen zu können und ich spielte natürlich nur "Bier" und nicht "Bierbauch" - ich bin ja nicht blöd.
Einen Tag später sahen wir ein Tisch mit Holländern SPS spielen und dachten, boa das hat ja schnell Schule gemacht. Leider mussten wir feststellen sie spielten weder "Bier" noch "Bierbauch" sondern nur "Zahl die nächste Runde".
Samstag, 28. Februar 2015
Outfits
Da mich kürzlich die Nachricht erreichte, dass sich unser geschätzer jAm vermählen werde, läuft derzeit das Gedankenkarrussel auf Hochtouren. Wie wird sein großes Fest aussehen? Gibt es einen Junggesellenabschied? Was wird er am großen Tag tragen? Was wird er darunter tragen?
Zumindest auf die vorletzte Frage gibt es dank Ben* eine Antwort. Der erwarb nämlich für eine Mottoparty eine rote Polyesterfliege, so ein Teil, das bei auch nur angedeutetem Hautkontakt garantiert Schweißausbrüche verursacht und normalerweise Stripper mit weißen Handschuhen, aber komplett nackt tragen. Die Verpackung zeigte Folgendes:
Ist das nicht jAm -in seriös, aber zugleich auch ein wenig geheimnisvoll? Ganz eindeutig, oder?
Ben* erwarb noch weitere Teile für sein Kostüm. Eine dieser Verpackungen zeigte Folgendes:
Hier möchte ich meinen Freund ZuBu erkannt haben. Mit Angetrauter in ungewöhnlich maritim-herzlicher Atmosphäre. Im Moment träumt er noch von solchen Momenten. Aber in zehn Tagen wird es sie geben, dann hat nämlich auch er abgegeben!
Zumindest auf die vorletzte Frage gibt es dank Ben* eine Antwort. Der erwarb nämlich für eine Mottoparty eine rote Polyesterfliege, so ein Teil, das bei auch nur angedeutetem Hautkontakt garantiert Schweißausbrüche verursacht und normalerweise Stripper mit weißen Handschuhen, aber komplett nackt tragen. Die Verpackung zeigte Folgendes:
Ist das nicht jAm -in seriös, aber zugleich auch ein wenig geheimnisvoll? Ganz eindeutig, oder?
Ben* erwarb noch weitere Teile für sein Kostüm. Eine dieser Verpackungen zeigte Folgendes:
Hier möchte ich meinen Freund ZuBu erkannt haben. Mit Angetrauter in ungewöhnlich maritim-herzlicher Atmosphäre. Im Moment träumt er noch von solchen Momenten. Aber in zehn Tagen wird es sie geben, dann hat nämlich auch er abgegeben!
Dienstag, 17. Februar 2015
Abgegeben
Ab jetzt bin ich grundsätzlich wieder sozial verfügbar. Erstmal viel verabredet, doch kommen wir mit Sicherheit alsbald zu einigen gemeinsamen Trünken!
Freitag, 6. Februar 2015
Abgeschnitten
Es fühlte sich an, als sei man nach einer Expedition durch den Dschungel wieder im zivilisierten Manaus angekommen. Oder als habe man nach einer langen Bergwanderung endlich die Hütte erreicht. Vielleicht übertreibe ich aber auch ein klein bischen gerade. Ich habe nach zwei Offline-Wochen wieder Internet in Acikron.
So ähnlich angenehm und gespickt mit dem Gefühl voller Möglichkeiten jedenfalls stelle ich mir auch die Rückkehr ins Sozialleben nach meiner Masterarbeit in elf Tagen vor.
Ein bekanntes Nachrichtenmagazin titelte vor einiger Zeit einmal "Ich bin dann mal off", um damit den Wunsch von einer Art Lebensgefühl zu beschreiben, das hin und wieder mal, wie ich glaube, uns alle befällt. Selbst der Pfarrer meiner Gemeinde machte es kürzlich zum Thema, dass das Internet zwar für ihn ein Segen sei, er allerdings unglaublich viel Zeit dort vergeuden könnte. Ach, wenn sich die Zeitverschwendung doch wenigstens nur auf unseren Blog beschränkte, wie gut könnte ich damit leben! Aber welche langen Stunden ich schon in der Welt des Halbwissens von Wikipedia verbracht, auf der Suche nach Antworten in Foren, deren Mitglieder sich am Ende stets beschimpfen, vernichtet oder mich auf Nachrichtenseiten von drängenden Aufgaben abgelenkt habe, es ist ein Graus. Insofern hatte eine technisch begründete Internet-Zwangspause in den letzten zwei Wochen viel für sich.
Auch auf unseren gemeinsamen Urlauben war die Off-Line immer ein sehr willkommener Begleiter. Letzten Spätsommer auf einer Süddeutschen Almhütte oder die Tage in der Provence - Ohne Mails, Facespuck, Wozzapp, wahnsinnig erholsam. Hinzukommt, dass ich schon vorher klever genug war, meinen Hang zur Selbstablenkung ernst zu nehmen und mir auf meinem Laptop keinen Internetzugang in der Uni eingerichtet habe. Selbst in Schwachen Stunden sind die Weiten Googles also in der Bibliothek für mich kein Thema.
Ohne nun die Vorteile des Netzes aufzuzählen, um die wir alle wissen, schließlich wäre nicht nur dieser Blog ohne es einfach unmöglich, frage ich mich: Warum scheint es nicht machbar zu sein, mit dieser auf jeden Fall wertvollen Ressource sparsam und effektiv umzugehen? Warum lassen wir alle uns im Internet permanent ablenken (Ich weiß, dass es euch auch regelmäßig passiert, man schaue nur in unsere Whatsappgruppe....)? Warum ist es immer erst ein uns verwehrter Zugang zum Netz, der uns das Off-Leinsamenöl genießen lässt?
Eingedenk der wunderbaren Woche, die ich hatte ohne Internet, erwäge ich sofort wieder, mir die Leitung einfach selber zu kappen. Aber für Mails immer ins Café oder die Uni? Sich wieder ein BVG-Kursbuch besorgen (gibt es sowas überhaupt noch)? Außerdem hat ja jedes Smartphone mittlerweile fast das gleiche Suchtpotential und ein solches liegt schließlich, nicht zuletzt um mit meinen lieben Geil-Druff-Gesellen verbunden zu bleiben, auch in meiner Behausung herum. Also beides, Smartphone und Internet für mich selber abschaffen?
Nein, das kommt mir vor, als wollte ich mir den Zagel abschneiden, nur um Frauen nicht mehr interessant zu finden. Würde wahrscheinlich eh nicht funktionieren. Und wäre außerdem schmerzvoll irreversibel.
Ich denke, es muss doch wohl auch mit Selbstkontrolle möglich sein. So eine Frage wie: "Brauche ich jetzt, wirklich jetzt gerade, irgendeine Antwort von Wikipedia?" "Ich muss es nur schaffen, heute mal nicht wieder online abzuschweifen!" Schaffen trockene Alkis ja auch (manchmal). Vielleicht, indem ich mir zweimal die Woche einen Offline-Abend verhänge. Das werden dann die Abende, wo ich euch anrufe und nach einem gemeinsamen Bier frage. Ach, übrigens, ein solches vermisse ich schmerzlich mit euch. Es wird mal wieder Zeit dafür, Freunde! Von meiner Seite elf Tage noch.
So ähnlich angenehm und gespickt mit dem Gefühl voller Möglichkeiten jedenfalls stelle ich mir auch die Rückkehr ins Sozialleben nach meiner Masterarbeit in elf Tagen vor.
Ein bekanntes Nachrichtenmagazin titelte vor einiger Zeit einmal "Ich bin dann mal off", um damit den Wunsch von einer Art Lebensgefühl zu beschreiben, das hin und wieder mal, wie ich glaube, uns alle befällt. Selbst der Pfarrer meiner Gemeinde machte es kürzlich zum Thema, dass das Internet zwar für ihn ein Segen sei, er allerdings unglaublich viel Zeit dort vergeuden könnte. Ach, wenn sich die Zeitverschwendung doch wenigstens nur auf unseren Blog beschränkte, wie gut könnte ich damit leben! Aber welche langen Stunden ich schon in der Welt des Halbwissens von Wikipedia verbracht, auf der Suche nach Antworten in Foren, deren Mitglieder sich am Ende stets beschimpfen, vernichtet oder mich auf Nachrichtenseiten von drängenden Aufgaben abgelenkt habe, es ist ein Graus. Insofern hatte eine technisch begründete Internet-Zwangspause in den letzten zwei Wochen viel für sich.
Auch auf unseren gemeinsamen Urlauben war die Off-Line immer ein sehr willkommener Begleiter. Letzten Spätsommer auf einer Süddeutschen Almhütte oder die Tage in der Provence - Ohne Mails, Facespuck, Wozzapp, wahnsinnig erholsam. Hinzukommt, dass ich schon vorher klever genug war, meinen Hang zur Selbstablenkung ernst zu nehmen und mir auf meinem Laptop keinen Internetzugang in der Uni eingerichtet habe. Selbst in Schwachen Stunden sind die Weiten Googles also in der Bibliothek für mich kein Thema.
Ohne nun die Vorteile des Netzes aufzuzählen, um die wir alle wissen, schließlich wäre nicht nur dieser Blog ohne es einfach unmöglich, frage ich mich: Warum scheint es nicht machbar zu sein, mit dieser auf jeden Fall wertvollen Ressource sparsam und effektiv umzugehen? Warum lassen wir alle uns im Internet permanent ablenken (Ich weiß, dass es euch auch regelmäßig passiert, man schaue nur in unsere Whatsappgruppe....)? Warum ist es immer erst ein uns verwehrter Zugang zum Netz, der uns das Off-Leinsamenöl genießen lässt?
Eingedenk der wunderbaren Woche, die ich hatte ohne Internet, erwäge ich sofort wieder, mir die Leitung einfach selber zu kappen. Aber für Mails immer ins Café oder die Uni? Sich wieder ein BVG-Kursbuch besorgen (gibt es sowas überhaupt noch)? Außerdem hat ja jedes Smartphone mittlerweile fast das gleiche Suchtpotential und ein solches liegt schließlich, nicht zuletzt um mit meinen lieben Geil-Druff-Gesellen verbunden zu bleiben, auch in meiner Behausung herum. Also beides, Smartphone und Internet für mich selber abschaffen?
Nein, das kommt mir vor, als wollte ich mir den Zagel abschneiden, nur um Frauen nicht mehr interessant zu finden. Würde wahrscheinlich eh nicht funktionieren. Und wäre außerdem schmerzvoll irreversibel.
Ich denke, es muss doch wohl auch mit Selbstkontrolle möglich sein. So eine Frage wie: "Brauche ich jetzt, wirklich jetzt gerade, irgendeine Antwort von Wikipedia?" "Ich muss es nur schaffen, heute mal nicht wieder online abzuschweifen!" Schaffen trockene Alkis ja auch (manchmal). Vielleicht, indem ich mir zweimal die Woche einen Offline-Abend verhänge. Das werden dann die Abende, wo ich euch anrufe und nach einem gemeinsamen Bier frage. Ach, übrigens, ein solches vermisse ich schmerzlich mit euch. Es wird mal wieder Zeit dafür, Freunde! Von meiner Seite elf Tage noch.
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